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Schreiben an Herrn Märt KIVINE Stellvertretender Minister für den EU-Haushalt, amtierender Ratspräsident der Europäischen Union
Schriftverkehr - Datum Donnerstag | 21 September 2017
Fall 454/2014/PMC - Geöffnet am Dienstag | 18 März 2014 - Empfehlung vom Mittwoch | 15 Februar 2017 - Entscheidung vom Donnerstag | 21 September 2017 - Betroffene Institution Europäischer Auswärtiger Dienst ( Empfehlung, die das Organ akzeptiert hat ) - Land Österreich
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Märt KIVINE
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Straßburg, 21.9.2017
Beschluss des Europäischen Bürgerbeauftragten in der Untersuchung 454/2014/PMC über die Praxis des Europäischen Auswärtigen Dienstes, unbezahlte Praktika in EU-Delegationen anzubieten
Sehr geehrter Herr Kivine,
Im Rahmen der oben genannten Untersuchung, die auf eine Beschwerde bei meinem Büro folgte, musste ich prüfen, ob es angemessen ist, dass der Europäische Auswärtige Dienst (EAD) seine Praktikanten in EU-Delegationen in Drittländern nicht bezahlt.
Am Ende der Untersuchung stellte ich fest, dass die Praxis des EAD, Praktikanten in seinen Delegationen nicht zu bezahlen, einen Missstand in der Verwaltungstätigkeit darstellt. Daher habe ich dem EAD empfohlen, allen Praktikanten, auch in den EU-Delegationen, eine angemessene Vergütung zu zahlen. Ich habe in diesem Zusammenhang auf das positive Beispiel des Europäischen Parlaments verwiesen, das unbezahlte Praktika in seinem Sekretariat abgeschafft hat.
Als Antwort auf meine Empfehlung teilte mir die Hohe Vertreterin/Vizepräsidentin Mogherini mit, dass sie von den Haushaltsbehörden Mittel für die Zahlung von Praktikanten des EAD in den EU-Delegationen beantragt habe.
Ich sehe ihre Antwort als ernsthafte Verpflichtung, Praktikanten in den EU-Delegationen zu bezahlen, sofern die Haushaltsbehörden ihnen angemessene Haushaltsmittel zur Verfügung stellen.
Ich bin sicher, Sie werden zustimmen, dass es wichtig ist, dass die Vertretungen der EU auf der ganzen Welt dabei unterstützt werden, ihr Engagement für die Bereitstellung von Praktika auf der Grundlage der Chancengleichheit unter Beweis zu stellen, unabhängig von ihrem Hintergrund und ihren familiären Ressourcen.
Daher möchte ich die Haushaltsbehörden respektvoll bitten, diese Frage bei der Einigung über den Haushaltsplan der Europäischen Union sorgfältig zu prüfen. Ich habe auch an den Vorsitzenden des Haushaltsausschusses des Europäischen Parlaments und an das für den Haushalt zuständige Kommissionsmitglied geschrieben.
In der Anlage erhalten Sie zu Ihrer Information eine Kopie meiner Entscheidung in diesem Fall.
Mit freundlichen Grüßen,
Emily O'Reilly
Europäischer Bürgerbeauftragter