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P. Nikiforos Diamandouros

P. Nikiforos Diamandouros wurde am 25. Juni 1942 in Athen, Griechenland, geboren. Von 2003 bis Oktober 2013 war er Bürgerbeauftragter der Europäischen Union (Europäischer Bürgerbeauftragter). Von 1998 bis 2003 war er als erster nationaler Bürgerbeauftragter Griechenlands tätig. Er ist emeritierter Professor für vergleichende Politikwissenschaft an der Fakultät für Politikwissenschaft und öffentliche Verwaltung der Universität Athen. Zwischen 1995 und 1998 war er als Direktor und Vorsitzender des griechischen nationalen Zentrums für Sozialforschung (EKKE) tätig. Seit 2012 lehrt er als Gastprofessor am College of Europe (Brügge). Im Mai 2014 wurde er an die Griechische Akademie (Nationale Akademie der Wissenschaften) gewählt.

Er erwarb einen B.A.-Abschluss an der Indiana University (1963) und die Abschlüsse M.A. (1965), M.Phil. (1969) und Ph.D. (1972) an der Columbia University. Vor seinem Eintritt in die Fakultät der Universität von Athen 1988 hatte er Lehr- und Forschungsaufträge an der State University of New York bzw. Columbia University (1973-1978). Zwischen 1980 und 1983 war er als Direktor für Entwicklung am Athens College in Athen, Griechenland, tätig. Von 1983 bis 1988 arbeitete er als Programmdirektor für Westeuropa sowie den Nahen und Mittleren Osten am Social Science Research Council, New York. Von 1988 bis 1991 leitete er als Direktor das Griechische Institut für Internationale und Strategische Studien in Athen, ein politische Think-Tank, der von der Ford-Stiftung und der MacArthur-Stiftung finanziert wird. 1997 erhielt Diamandouros einen Ruf als Gastprofessor für Politikwissenschaften an das Juan March-Institut für weiterführende Studien in den Sozialwissenschaften in Madrid. 2011 erwarb er einen Doktortitel der Rechtswissenschaften (honoris causa) am American College of Greece.

Er war Präsident der griechischen Vereinigung für Politische Wissenschaft (1992-1998) und der Modern Greek Studies Association of the United States (1985-1988). In den Jahren 1999 und 2000 erhielt Diamandouros eine doppelte Berufung als Mitglied der Griechischen Nationalen Menschenrechtskommission und des Nationalen Rates für Verwaltungsreform. Zwischen 1988 und 1996 war er stellvertretender Leiter des Unterausschusses für Südeuropa beim Social Science Research Council, New York, dessen Tätigkeiten von der Volkswagen-Stiftung gefördert wurden. Ferner war er Mitherausgeber der von der Oxford University Press, der Johns Hopkins University Press und Palgrave veröffentlichten Schriftenreihe über das neue Südeuropa und erhielt Forschungszuschüsse von Fulbright sowie vom National Endowment for the Humanities (USA).

Er publizierte umfangreiche Schriften über die Politik und Geschichte Süd-, Ost- und Südosteuropas, einschließlich Griechenlands, und insbesondere über die Demokratisierung, den Aufbau von Staat und Nation, den Zusammenhang zwischen Kultur und Politik sowie über die Einrichtung des Bürgerbeauftragten und die Grundsätze der guten Verwaltungspraxis. Veröffentlichungen: The Politics of Democratic Consolidation: Southern Europe in Comparative Perspective, 1995; Parties, Politics and Democracy in the New Southern Europe, 2001; The European Ombudsman: Origins, Establishment, Evolution, 2005; Democracy and the State in the New Southern Europe, 2006; Spatial Conceptions of the Nation; Modernizing Geographies in Greece and Turkey, 2010. Monografien: The Origins of State-Building in Modern Greece, 1821-1828, 2002 (auf Griechisch) und Cultural Dualism and Political Change in Postauthoritarian Greece, 2000 (auf Griechisch).

Auszeichnungen: Großkommandeur des Phoenix-Ordens, Griechenland, 2004; Goldenes Verdienstkreuz, Polen, 2010; Ritter der Ehrenlegion, Frankreich, 2014.

Sprachen: Griechisch, Englisch, Französisch, Italienisch, Deutsch, Spanisch, Portugiesisch. Zu seinen Hobbys zählen Lesen, Schreiben, klassische Musik und Filme.