Sie möchten Beschwerde gegen ein EU-Organ oder eine EU-Einrichtung einlegen?

Wie kann Ihnen die Europäische Ombudsfrau helfen?

Die Europäische Ombudsfrau untersucht Beschwerden von Einzelpersonen, Unternehmen und Organisationen über Missstände in der Verwaltungstätigkeit der Organe, Einrichtungen und Agenturen der Europäischen Union. Ein Missstand in der Verwaltungstätigkeit liegt vor, wenn ein Organ oder eine Einrichtung nicht nach dem Gesetz oder den Grundsätzen guter Verwaltungspraxis handelt oder die Menschenrechte verletzt.

Ein Missstand in der Verwaltungstätigkeit liegt beispielsweise bei administrativen Unregelmäßigkeiten, ungerechter Behandlung, Diskriminierung oder Machtmissbrauch vor, z. B. bei der Verwaltung von EU-Mitteln, der Auftragsvergabe oder der Personaleinstellung. Dazu gehören außerdem die Nichtbeantwortung von Schreiben sowie die Verweigerung oder eine unnötige Verzögerung des Zugangs zu Informationen, die von öffentlichem Interesse sind. Beschwerden können auch von Personen eingereicht werden, die nicht selbst von dem Problem betroffen sind.

Die Europäische Ombudsfrau kann keine Beschwerden über nationale, regionale oder lokale Behörden in den EU-Mitgliedstaaten untersuchen, selbst wenn die Beschwerden EU-Angelegenheiten betreffen. Eine Beschwerde muss innerhalb von zwei Jahren ab dem Zeitpunkt eingereicht werden, zu dem die betroffene Person Kenntnis von den zugrundeliegenden Sachverhalten erhalten hat. Der Beschwerdeführer muss sich zunächst mit dem/der betreffenden Organ oder Einrichtung der EU in Verbindung gesetzt haben, um eine Lösung der Angelegenheit zu versuchen. Die Europäische Ombudsfrau kann keine Angelegenheiten untersuchen, die Gegenstand eines Gerichtsverfahrens sind.