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Zusammenfassung der Entscheidung der Bürgerbeauftragten im Fall 454/2014/PMC betreffend die Praxis des Europäischen Auswärtigen Dienstes, unbezahlte Praktika in EU-Delegationen anzubieten

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  • Fall :  454/2014/PMC
    Geöffnet am 18.03.2014 - Empfehlung vom 15.02.2017 - Entscheidung vom 21.09.2017
  • Betroffene Einrichtung(en) :  Europäischer Auswärtiger Dienst

Die Bürgerbeauftragte untersuchte die Praxis des Europäischen Auswärtigen Dienstes (EAD), unbezahlte Praktika in EU-Delegationen anzubieten. Die Untersuchung ging auf eine Beschwerde einer jungen EU-Bürgerin zurück, die ein unbezahltes Praktikum abgeschlossen hatte. Die Beschwerdeführerin war der Ansicht, dass die Praxis des EAD junge Menschen aus weniger wohlhabenden Verhältnissen diskriminiere.

Die Bürgerbeauftragte merkte an, dass Praktika in EU-Delegationen so vielen Personen wie möglich offen stehen sollten, nicht nur denjenigen, die es sich leisten können. Nach Auffassung der Bürgerbeauftragten können unbezahlte Praktika zu einer diskriminierenden Situation führen, da es Personen aus weniger privilegierten Verhältnissen wahrscheinlich eher an den finanziellen Mitteln fehle, um ein solches Praktikum zu absolvieren. Die Bürgerbeauftragte war der Ansicht, dass die Praxis des EAD, Praktikanten in EU-Delegationen keine Vergütung zu zahlen, einen Missstand in der Verwaltungstätigkeit darstelle. Daher empfahl sie dem EAD, allen seinen Praktikanten, einschließlich jenen in EU-Delegationen, eine angemessene Vergütung zu zahlen.

In seiner Antwort auf die Empfehlung der Bürgerbeauftragten informierte der EAD die Bürgerbeauftragte, dass er nun Mittel für die Vergütung seiner Praktikanten in EU-Delegationen beantragt habe und in der Zwischenzeit keine unbezahlten Praktika mehr anbiete.

Die Bürgerbeauftragte leitet aus der Antwort des EAD ab, dass dieser ernsthaft alles ihm Mögliche unternimmt, um Praktikanten in EU-Delegationen eine Vergütung zu zahlen. Dem EAD zufolge liegt es nun an den Haushaltsbehörden, die notwendigen finanziellen Ressourcen zu gewähren, damit der EAD diesen Praktikanten eine Vergütung zahlen kann. Die Bürgerbeauftragte schließt den Fall daher mit der Bemerkung ab, dass der EAD ihre Empfehlung akzeptiert hat.